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Donnerstag, 2. Januar 2014

Australien 2013/2014 - Tag 8 - Sydney (01.01.2014)

Unsere Laubgangfeier ging etwas länger, also klingelt heute zur Abwechslung mal kein Wecker. Mein eingeklemmter Nerv im Fuß nervt einfach nur noch, kurz nach dem Aufstehen dachte ich noch, es sei endlich überstanden, um dann nach dem Duschen feststellen zu müssen, es ist noch schlimmer als gestern. Dennoch steht auf dem heutigen Plan eine Tour durch Sydney, aber wir wollen alles ruhig angehen, so dass wir uns erst gegen die Mittagszeit mittels Bus in die Stadt begeben. Erstes Vorhaben ist es feste Nahrung aufzunehmen. Wir nehmen Platz in der Steak-Bier-Bar (wie auch immer man die Lokalität nennen kann), bestellen ist hier an der Bar angesagt, und da ich noch so gar nicht auf der Höhe war, ist mir fast das Malheur passiert ein Steak in rare statt well done zu bestellen. Kaum hatte ich es ausgesprochen, ist mir mein Fehler auch gleich aufgefallen, und schwenke verlegen um. Das Personal ist davon sichtlich amüsiert, ich bin wohl nicht die erste, die sich da "mal" irrt. Zum Essen gibt es nur zu sagen: Vorzüglich! Naja zumindest für mich, die Frau Mama und ihr Magen können sich noch nicht so ganz einigen, ob sie das Steak wirklich wollen.

Kormoran
Danach begeben wir uns Hafen, die Spuren von gestern sind mittlerweile fast vollständig beseitigt. Wir entscheiden uns für eine Hafenrundfahrt für A$ 25, eigentlich ein guter Preis für knappe zwei Stunden Hafenrundfahrt. Wir müssen allerdings etwas warten, bis es los geht, Zeit genug den Hafen und seine tierischen Bewohner etwas näher zu betrachten.

Als es endlich losgeht, hat sich schon eine riesige Schlange gebildet, wir fürchten schon keinen Platz auf dem obersten Deck zu bekommen, aber eigenartiger Weise wollen alle ins Innere des Schiffs, bitte gern - mehr Platz für uns auf dem Oberdeck. Wir ergattern uns erstmal einen Sitzplatz, neben uns will eine Frau Platz nehmen, die auf Englisch fragt, ob denn der Platz frei sei und meine Mutter antwortet auf Deutsch, sie schaut etwas verwirrt, antwortet dann aber nach einigen Sekunden überlegen auch auf Deutsch. Naja, Schwein gehabt, letztlich stellte sich heraus, dass sie vor vielen Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert ist.

Die Hafenrundfahrt bietet mehrfach schöne Sichten auf die Oper - auch wenn es nach mehrmaligen Betrachten kein wirklich schönes Gebäude ist - nein, auch nicht, wenn man auf der Kamera verschiedene Filter einstellt, aber es ist eben Sydneys Wahrzeichen.
Unser Standpunkt zu Silvester war
beim sichtbaren Brückenpfeiler.
Als wir die Harbour Bridge passieren, entdecken wir auch die Stelle, an der wir in der Nacht ins neue Jahr hineingefeiert haben.

Das aller positivste an der Bootsfahrt ist allerdings, dass sich endlich mein eingeklemmter Nerv im Fuß löst. Juuuchuuuu. Endlich wieder ohne Schmerzen laufen, ist echt ein wahnsinnig tolles Gefühl, obwohl man ja eigentlich gar kein Gefühl (Schmerz) mehr empfindet, sondern alles wieder so wie immer ist...dennoch befreiend.

Es folgt eine Tour zu Fuß weiter durch die Stadt, Abendbrot haben wir uns auch schon organisiert. Wraps mit Schnitzel! Yeah. Und dabei gleich noch gelernt, dass Schnitzel im Englischen wohl auch Schnitzel heißt. Nach einigen missglückten Cacheanläufen, gönnen wir uns erstmal ein Bierchen und es kommt zu einem ungewollt komischen Moment, gerade als ich das Lokal betreten will, kommt ein Mann mit zwei Kaffee in der Hand heraus und sagt zu seiner Freundin auf Deutsch "Ich wollte eigentlich Kaffee haben, das hat mit Kaffee leider nichts zu tun." Ich muss lachen. Ja, genau zu dieser Erkenntnis kam ich auch schon Tage zu vor.

Postkarten wollen wir auch noch kaufen, am präferierten Laden machen sich zwei Damen an allen Postkartenständern zeitgleich breit. Sie reden nicht, machen sich nur breit. Wir witzeln schon: "So, wie die sich benehmen können das nur Deutsche sein." Dann machen sie den Mund auf und sprechen tatsächlich Deutsch. Ich hau mich weg.

Als wir wieder am Motel sind, gibt's erstmal Abendbrot und Postkarten schreiben steht auf dem Programm. Danach steht noch mal ne Cachetour an, irgendeiner muss doch findbar sein. Erster Anlauf am Busbahnhof, den haben wir gestern schon machen wollen, aber es waren zu viele Leute unterwegs. Der erneute Anlauf ist aber ebenso aussichtslos. Also gehts weiter zu einem Park, auch hier im Licht der Dämmerung müssen wir erfolglos abziehen. Nächster Anlauf an einer starkbefahrenen mehrspurigen Straße, na das kann ja nur schief gehen. Der Cachebehälter selbst findet sich recht schnell in einem Brückengeländer. Allerdings hat eine Spinne den Cache okkupiert. Was nun? Irgendwie muss das Vieh weg, sonst greift da definitiv keiner von uns rein. Wir versuchen es erstmal mit dem Licht der Taschenlampe, weniger erfolgreich. Die nächste Überlegung: Geräuschkulisse verursachen....hm, können Spinnen eigentlich hören? Egal wie, es funktioniert, das Vieh ist weg. Zur Sicherheit ziehe ich aber Handschuhe an, falls es doch noch da und eventuell beißwütig ist; ob meine Handschuhe wirklich helfen wag ich zu bezweifeln, für die Beruhigung der Psyche ist es aber ausreichend. Das Spinnenvieh scheint sich aber verdrückt zu haben, so dass wir in Ruhe loggen können. Erfolgreicher Tagesabschluss.

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