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Montag, 6. Januar 2014

Australien 2013/2014 - Tag 12 - Byron Bay nach Gold Coast (05.01.2014)

Heute geht's weiter Richtung Gold Coast, wir haben etwa 90 km Wegstrecke zurück zu legen, aber große Lust unterwegs etwas anzusehen haben wir nicht. Wir müssen bereits gegen 10 Uhr auschecken und können frühstens 14 Uhr im nächsten Hotel einchecken. Zusätzlich fahren wir heute vom Bundesstaat New South Wales nach Queensland, was einen Zeitzonenwechsel nach sich zieht, da Queensland, im Gegensatz zu New South Wales keine Sommerzeit hat. Wir haben also fünf Stunden zu überbrücken.
Aber zunächst starten wir den Tag mit Auschecken und Frühstücken in der Surferbar von gestern. Rührei, Toast und Speck funktionierten gestern gut, daher bestellen wir dies auch heute, unser Kellner kramt noch ein paar Brocken Deutsch heraus, nur von "Kaffee" halte ich heute definitiv Abstand; stattdessen versuche ich einen Rote-Bete-Apfelsaft, der zwar auch einen eigenwilligen, aber dennoch guten Geschmack hat.

Die heutige Route:
Wir fahren größenteils Küstenstraße, um Zeit zu überbrücken gehen wir noch einmal baden, das Wetter ist nicht besonders, da es aber die letzten Tage sehr warm war, sollte das Meer eine angenehme Temperatur haben. Umziehen ist hier leider auf dem Parkplatz angesagt, unsere Wertsachen, insbesondere den Autoschlüssel verstauen wir in einem wasserdichten Beutel, damit wir diesem nicht am Strand lassen müssen. Die Mühe hätte ich mir sparen können, denn Frau Mama beschließt nach ein paar Schritten ins Wasser, dass es definitiv zu kalt und nicht bebadbar ist. Ich bin bei weiten nicht so ein Weichei und bleibe eine ganze Weile im Meer, auch wenn das Baden mehr so ein Wellenhopsen ist; auf Grund der Strömung ist schwimmen oder anderes eher unmöglich.
Die Grenze zwischen
New South Wales
und Queensland
Nach dem kleinen Badeausflug fahren wir Richtung Tweed Heads bzw. deren Zwillingsstadt Coolangatta. Die beiden Städte könnte man gut als eine Stadt ansehen, dennoch befinden sie sich in zwei unterschiedlichen Bundesstaaten, was auch bedeutet, dass mitten in der Stadt nicht nur die Grenze ist, sondern auch ein Zeitzonenwechsel stattfindet. Faktisch gesehen, darf man nach Queensland diverse Obst- und Gemüsesorten (z.B. Bananen) nicht einführen, damit dürfte man theoretisch auch nicht seine Einkäufe durch die Stadt transportieren. Auch stellen wir uns interessant vor, wenn man in bspw. Tweed Heads wohnt und in Coolangatta arbeitet und so täglich in den Sommermonaten zwischen zwei Zeitzonen hin und her wechseln muss.
Es ist kurz vor 14 Uhr, also entscheiden wir direkt weiter nach Gold Coast zu fahren. Das Hotel ist schneller gefunden als ein Parkplatz davor, mir ist es fast egal, nur fürs Einchecken, eben im Parkverbot zu halten, nach dem wir ausgestiegen sind, sehe ich allerdings, dass direkt gegenüber der Polizeiparkplatz ist - ok, dann eben doch nicht, also noch zwei mal um den Block, dann ist auch irgendwo am Ende der Straße ein freier Parkplatz zu finden. Wider Erwarten ist unser Hotelzimmer halb drei noch nicht fertig, aber immerhin dürfen wir schon den hoteleigenen Tiefgaragenplatz nutzen. Dieses Angebot nehmen wir gern an und checken erst zu späterer Stunde ein.
Zeit einen ersten Eindruck von Gold Coast zu gewinnen. Gold Coast ist ein Städteverband, der sich aus vielen kleinen Städten zusammengeschlossen hat, unser Hotel liegt bspw. in Broadbeach. Nachdem wir eine gute Stunde die Gegend erkundet haben, entschließen wir uns einen erneuten Check-in-Versuch zu wagen. Dies mal erfolgreich.
Das Hotelzimmer ist ein Traum, so groß wie eine Wohnung und eine herrliche Aussicht, so eine Luxushütte wollten wir doch gar nicht buchen. Immerhin bietet sie auch Waschmaschine und Trockner, so kurz vor Ende der Reise müssen wir aber eigentlich gar nicht waschen, andererseits, was gibt es tolleres, als aus dem Urlaub mit einem Koffer voller sauberer Wäsche wieder zu kommen?
Die Sonne hat mittlerweile den Himmel zurück erobert, also begeben wir uns zum Strand und lassen den Nachmittag ausklingen. 
Bevor es zum Essen geht, steht noch eine Runde Cachen auf dem Programm, den ersten Cache laufen wir vergebens an: das GPS springt, ständig kommen Leute vorbei und allgemein ist der Ort recht dunkel. Wir brechen ab und begeben uns zu G'Day from Down Under, anstatt des Caches finde ich einen nagelneuen 10-Dollar-Schein unter einer Brücke, kann ich dann beim Italiener einen Drauf machen und lecker Steak verputzen.  

Der Turm in der Mitte ist unser Hotel.
Auf dem Rückweg zum Hotel entdecken wir, dass im Hotelkomplex eine Bierbar mit deutschen Bierspezialitäten ist, nix wie rein, kaum stehen wir an der Bar, kommt auch schon der Barkeeper und will unsere Bestellung aufnehmen, allerdings wollen wir erstmal die Karte konsultieren. Es gibt neben verschiedenen Sorten bayrischen Helles, auch noch bayrisches Weizenbier. Damit hat sich das Thema "deutsche Bierspezialität" auch schon erledigt und wir verlassen die Bar direkt wieder. Der Barkeeper schaut uns ungläubig an, wir lachen, aber trinken wollen von der Auswahl definitiv nichts.

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