Seiten

Samstag, 18. Juni 2016

USA - Tag 6 - Geocaching im großen Stil


Der Tag beginnt wie immer viel zu zeitig, aber dafür mit einem guten Frühstück am Pike Market, einem der größten Frischemärkte hier in Seattle. Insgesamt macht der Frühstücksladen zwar nicht den saubersten Eindruck, aber hier überwiegt alles weit ggü. der Pappteller der letzten Tage. 

Frühstücksgast

Zum Omelette gibts wieder Kartoffeln dazu, wie bisher fast überall, ich frage mich immer noch, warum dann Amis Deutsche auch abschätzig "Kartoffelfresser" bezeichen. Ich hab selten so viele Gerichte mit (verschieden zubereiteten) Kartoffeln gesehen. Egal, Hauptsache lecker. Danach erkunden wir noch ein wenig die Gegend, und versuchen uns an dem ein oder anderen Cache, leider erfolglos. Dafür gab es den ein oder anderen schönen Ort zu entdecken.

Glaskunst

Als nächsten Anlaufpunkt steht das Glass Museum nahe des Space Needle auf dem Programm, der Eintritt hat sich zwar mit $27 p.P. mehr als gewaschen, aber man ist ja nur einmal im Urlaub, also gönnen wir uns den Spaß. Es hat sich definitiv gelohnt. 
Wir konnten sehr viele schöne Ausstellungsstücke sehen, Wahnsinn, was man aus Glas so alles herstellen kann. Am Ende wird man wie meistens in den Gift Shop geführt, dort könnte man auch die Glaskunst erwerben, wenn man denn mal eben 6.000 Piepen über hätte.


Da wir noch Zeit haben, bevor unser Termin an der Geocaching-Zentrale näher rückt, kehren wir bei Macy's ein, einem gigantischen Kaufhaus ggü. des Hotels. Mal wieder auf der Suche nach einer passenden Jeans. Die Damenabteilung haben sie aber wohl mit der Kinderabteilung verwechselt. Größe: 24/30..Alter, wer bitte hat denn solche Hüften?
Wir versuchen unser Glück in der Herrenabteilung und finden eine riesige Levi's Jeans-Abteilung. Kaum fangen wir an zu suchen, springt uns auch schon die Verkäuferin an, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht und uns immer wieder die neue Hosen, nach unseren Geschmack reicht. Toll, das klappt wunderbar. Und keine paar Minuten später bin ich um zwei Hosen reicher und 90€ auf Bankkonto ärmer, aber hey, nun kann ich mich wenigstens in Ruhe einsauen.


Gegen 14 Uhr lassen wir das Auto kommen, um zur Geocaching-Zentrale zu fahren, da haben wir dann eine Führung. Ich hatte noch überlegt, eben die U-Bahn zu nehmen, leider war der Plan für einen Uneingeweihten unmöglich zu verstehen. Vor Ort sind wir mal wieder die ersten, blöde deutsche Pünktlichkeit. Die Führung ist im Prinzip nix weiter, als ein kurzer Umriss durch die Geschichte des Geocachings, dazu kann man einen Cache suchen, der einmalig ist und hat die Möglichkeit hier eine Menge Gedöns zu kaufen, Fragn zu stellen, und sehr viele Trackables zu discovern. 



Auch wird uns die Möglichkeit angeboten, eine so genannte GeoTour zumachen, sprich mehrere Caches in Reihe zu machen. Die Cache wurden speziell von offizieller Stelle gelegt und damit ist das endlich mal ne tolle Reihe, die durch und durch gepflegt ist. Toll, sowas hätte man gern öfters. Die Runde besteht aus insgesamt neun Caches und sie empfehlen uns, dass wir uns 2h Zeit dafür nehmen, die brauchen wir auch gut, denn immerhin stehen am Ende knapp 3km auf dem Schrittzähler. Aber insgesamt eine wirklich tolle Runde.

Zurück im Hotel heißt es nun, nur noch Essen und endlich ein Bierchen.




Freitag, 17. Juni 2016

USA - Tag 5 - Wo schickt Uschi uns zum Mt. Rainier eigentlich lang?

An Schlaflos in Seattle ist irgendwie etwas dran, denn noch vor 6 Uhr fand meine Nacht ein jähes Ende, nachdem ich gestern halb 11 totmüde bereits ins Bett gefallen bin.
Wir können uns anfangs nicht so recht einig werden, ob wir nach Westen in den Olympic Nationalpark oder nach Osten Richtung Mount Rainier fahren, einigen uns auf Grund der zu weiten Entfernung zur Pazifikküste aber auf die östliche Richtung.

Die heutige Route:

Wo geht's denn nun lang?
Im Hotel nutzen wir den Parkservices des Hotels, noch während wir warten programmiere ich das erste Tagesziel Snoqualmie Falls ins Navi (Uschi) und lasse selbiges in die Jackentasche gleiten. Als das Auto endlich kommt, hänge ich das GPS schnell an die Verkabelung und fahre auch schon los, da man vorm Hotel nur drei Minuten Halten darf. Als das GPS-Signal endlich da ist, schaue nicht schlecht, als Uschi meint, wir brauchen knappe vier Stunden für die 60km. Naja, wer weiß was da verstellt ist.... los gehts entlang von Seattles Straßen und Uschi schickt uns immer weiter in die bergigen, engen und verwinkelten Straßen. Nach sie uns wieder einen steilen Berg rauf und gleich wieder herab scheuchen will, wirds mir zu bunt und kontrolliere die Einstellungen: Aha! Profil Fahrrad! Kein Wunder, warum die Routenführung so eigenartig ist.
Nach dem Uschi wieder gerichtet ist und ich noch zwei Mal um den Block muss, ist endlich die Hauptstraße wieder im Blick und werde so gleich angehupt, weil ich nicht gleich gesehen habe, dass die Kreuzung Ampel geschalten und grün ist. Maaan, das ist hier aber auch kompliziert! Die letzten drei Kreuzungen der letzten 500m, waren: Eine Rechts-vor-Links-Kreuzung, eine 4-Wege-Kreuzung, eine Hauptstraßen-Regelung und nun noch die Ampel dazu, da soll noch einer durchblicken. Nebenbei bemerkt, die 4-Wege-Kreuzung (alle müssen anhalten, wer zu erst ankommt, darf fahren) dachte ich im Vorfeld sei eher die Ausnahme, dem ist nicht so, sie wird stattdessen exzessiv angewendet.
Nach etwa einer halben Stunde kommen wir an den Snoqualmie Falls an. Der Wasserfall ist schon beeindruckend anzusehen. Er liegt in einem erloschenen Vulkan und fällt rund 80m in die Tiefe.  
Uns sind hier allerdings entschieden zu viele Touris, um uns hier länger aufhalten zu wollen. Auch Cachen klappt ob der Anzahl Unbeteiligter leider auch nicht. So dass wir unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen. 


Nächster Anlaufpunkt ist der Mount Rainier, größter Berg in Washington, auch noch mal gut 100km entfernt. Mit den geringen Geschwindigkeiten, die die US-Straßen zu lassen, dauert die Fahrt gefühlt ewig. Bevor es jedoch in den Nationalpark geht, gibt's noch einen kleinen Abstecher auf den Crystal Mountain, der mit knappen 1.200m eher ein Leichtkaliber unter den Bergen ist. Hier oben ist allerdings einfach nur schlechtes Wetter, als geht's gleich wieder bergab.

Der Nationalpark selbst schlängelt sich um den Mt Rainier ringsrum und lässt sich teilweise auch über Passstraßen befahren, die kostet aber $25 und wäre nur 5 Milen befahrbar, dafür bin ich zu geizig. Dann weiter auf der normalen Strecke, es folgen Wasserfälle und Wasserfälle und noch ein paar Wasserfälle sind zu beobachten. Die Straßen sich sehr kurvenreich, aber gut befahrbar.
Box Canyon

Irgendwann kommt der Punkt, dass es durch den Nationalpark doch sehr viel kürzer ist, als außen rum und wir die $25 doch bezahlen. Es folgen noch kurvenreichere Straßen und dazu Regen. Also für $25 könnte man eigentlich schon mal voraussetzen, dass man den Regen einspart ;-). Dafür wird aber auch die Aussicht schöner. So kommen wir an verschiedenen Canyons und weiteren Wasserfällen vorbei. 


Auf dem Rückweg entdecken wir gar noch einen Bären mitten auf den Weg. Das Auto vor uns hielt, um den Mt. Rainier zu fotografieren am Seitenstreifen, ich hielt mitten auf der Straße, um den Bär zu fotografieren, dann tauschten wir die Plätze, ich nahm seinen Platz am Seitenstreifen ein und er drehte und wandte sich dem Bären zu. Scheiß Touris.

So muss Sommerurlaub!
Und was darf im Sommerurlaub auf gar keinen Fall fehlen? Richtig: Schnee! Irre und das grade mal auf 1.400m Höhe, die Schneefallgrenze hätten wir deutlichst höher eingeschätzt.
Der Weg nach unten ist von Bummeltrinen gespickt und es ist einfach nur nervig hinter denen herfahren zu müssen, ständig hoch und runter schalten, um die eh schon schlechte Bremse zu schonen. Morgen merke ich sicher Arme und rechtes Bein, nach der Kurverei.

Da wir noch 2h bis nach Seattle zum Hotel brauchen werden, halten wir unterwegs an einem Steakhouse, als erstes wird Brot mit Butter gereicht, noch bevor Wasser auf dem Tisch steht. In der Hülle und Fülle der Karte entdecke ich "Pork Porterhouse mit Kartoffelbrei und Gemüse" für knappe $18, klingt gut, wollen wir beide, ich bestelle und werde plötzlich nach den Beilagen gefragt, hmm die standen aber doch in der Karte schon vordefiniert drin - nein, man kann wählen, zwischen zwei Beilagen, nagut, dann ok, eben Garstufen und zwei Beilagen wählen.
Fitnessmenü
So nach einigen Minuten nach Bestellung frage ich mich immer noch, warum man extra wählen kann, wenns denn schon fertig in der Karte steht und schaue noch mal nach. Und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen, ich habe kein "Pork Porterhouse", sondern nur ein "Porterhouse" bestellt bekommen. 20oz für $29,99....das sind 567g Fleisch....scheiße! Und dann noch Beilage dazu!? Wer soll das essen!? Mist, die Kellnerin ist auch nicht mehr greifbar, umbestellen geht also auch nicht. Es dauert gar nicht lang, da steht mein Fitnessmenü auch schon für mich bereit. Kugelrund rollen wir zurück ins Auto und rollen mit Auto zurück ins Hotel zum wohlverdienten Feierabendbierchen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

USA - Tag 4 - Back to Seattle

Nach dem "tollen" Pappfrühstück gehts direkt durch Richtung US-Grenze. Durch die Stadt zieht es sich, da wir rege im Stau stehen. Als wir endlich nach einer halben Ewigkeit aus Vancouver heraus sind, geht es bis zur Grenze recht zügig. wir haben uns bei Grenzübertritt aufs schlimmste eingestellt, da wir vor zwei Tagen ja die Schlange an der Grenze gesehen haben.

Die heutige Route:

Es sind insgesamt sieben Grenzübergänge geöffnet, wir wählen den ganz linken. Schon beim Ranfahren an die Grenze werden wir bzw. das Auto von allen Seiten fotografiert. Als wir vorm Grenzer stehen geht die Befragung los "Wo wohnen Sie?", "Waren Sie auf dieser Reise schon in den USA?", "Sind Sie in Vancouver oder Seattle gelandet?", "Wie lang bleiben Sie hier?", "Führen Sie Waren aus Deutschland ein?", "Geschäftlich hier?", "In ihrem Pass ist ein Stempel von Ägypten, was haben Sie da gemacht?", "Was ist mit anderen Ländern, wie Jemen, Syrien,...?", "Wann fliegen Sie zurück?"..hallllloho, ich bin doch kein Schwerverbrecher!


Als wir endlich drüber dürfen, sind wir doch ein wenig erleichtert. Da freut man sich doch über die europäische Reisefreiheit, wenn man so ewtas erleben muss. Und ich will nicht wissen, wie dann erst ein Grenzübertritt aus Mexiko sein muss.

Dann gehts erstml Richtung Küste, dort schlängeln sich Trailerparks an Trailerparks, es folgen abgewohnte, aber bewhohnte Häuser, ein eher erschreckendes Bild. Aber es gibt hier auch noblere Viertel mit Villen und Golfplätzen, allerdings beißt sich das alles so ein bisschen. So richtig gelohnt hat sich der Ausflug allerdings nicht, da der einzige Strandabschnitt, den wir erreichen können mit Treibholz "zugemüllt" ist.

Also wieder zurück und den Weg parallel zum Freeway wählen, damit kommen wir zwar nicht so schnell vorwärts, sehen aber mehr vom Land. Die Straße ist ziemlich schmal und teils schlecht. Auch muss ich über die Baustellen lachen, denn hier wird ggü. Australien noch eins draufgesetzt. Wie die Aussies setzt man auch hier, statt auf Baustellenampeln auf einen menschlichen Stoppschild-Halter. Aber zusätzlich, fährt in der Baustelle ein Auto vorweg, das am Ende der Baustelle rumdreht und die Kolonne in die Gegenrichtung anführt. Ohje Schildhalter muss schon langweilig sein, aber mit dem Auto den ganzen Tag die Baustelle hoch und runterfahren klingt auch nicht sehr viel spannender.

Negativ fallen mir nur die immer häufiger werdenden Werbeschild für Donald Duck Trump, die grad in den ländlichen Gebieten sehr verbreitet sind. Hillary-Schilder hab ich btw. noch keine entdeckt. Na mal sehen, wie sich das noch entwickelt.


Irgendwann lässt das Pappfrühstück nach und wir suchen etwas leichtes und schnelles zu essen, also halten wir in einem Einkaufszentrum an und suchen dort ein chinesisches Restaurant auf. Das gebrachte Essen sieht auf den ersten Blick sehr lecker aus, entpuppt sich aber nach näherer Bekostung als die blanke Zuckerbombe, die ich unmöglich aufessen kann, denn es schmeckt, als würde man reine Zuckerwürfel kauen, igitt igitt. Damit bin ich vor erst von "chinesischer" Kost geheilt.


Als ich etliche Zeit später übers Autodach hinweg ein Foto machen will, entdecke ich, dass unsere Karre ein Dachfenster hat - nach vier Tagen also doch schon. ;-)
Dann steht es sich für den Rest des Tages wenigstens schöner im Stau, dann nach Seattle rein brauchen wir eine gute anderthalbe Stunde, der Feierabendverkehr ist der absolute Wahnsinn.

Zurück im Mayflower Hotel, kennen wir ja nun die Abläufe des Parkservices schon, da geht das ganz gediegen von statten. Zum Abendbrot gehen wir zu Gordon's Biersch, die alle Biersorten (Lager, Märzen, Hefeweizen, sogar ein tschechisches Pilsner) im Haus brauen. Nachdem wir obligatorisch nach dem Ausweis gefragt werden (schon erheiternd, aber es werden konsequent alle danach gefragt), kommt auch schon das tschech. Pilsner, das überraschend gut schmeckt. Dazu gibts Cheeseburger (ziemlich trocken) mit Knoblauch-Pommes (ziemlich geil).

Mittwoch, 15. Juni 2016

USA - Tag 3 - Vancouver und Umgebung


Wir sind in einem der wenigen Hotels auf der Tour, die ein Frühstück inklusive anbieten. Den Speiseraum haben wir gestern schon kurz gesehen und sah nicht sehr einladend aus, aber gut Hauptsache das Essen schmeckt. Dass allerdings das Frühstück auf Papptellern und der Kaffee in Pappbechern zu konsumieren ist, habe ich so auch noch nicht erlebt! (Schien die Kanadier weniger anzuheben als uns.)

Die heutige Tour:

Schöne Aussicht
Nun ja, draußen schifft es in Strömen und mein Plan die Stadt zu Fuß zu erkunden fällt damit flach. Also fix die Alternativen bei Tripadvisor raussuchen und ab ins Auto. Anlaufstelle soll der Stanley Park sein, der eigentlich zu bewandern sein soll, aber man auch mit dem Auto bequem durchfahren kann. Auf dem Weg dorthin, Stau, gefolgt von Stau und noch mehr Stau, herrje. Irgendwann kommen wir schließlich doch noch an, dafür schifft's auch gleich mehr. Auf der Runde durch den Park sind nur wenige andere mit dem Auto unterwegs. Wir trauen uns zu einem Cache nach draußen und steigen gleich wieder rein....da geben selbst unsere regenfesten Jacken den Geist auf. 
Nach einer Runde durch den Park und mehrfach missglückten Versuchen auszusteigen, verzieht sich der Regen endlich und wir können die 9km lange Runde noch einmal mit Sonne abfahren und endlich auch mal anhalten und aussteigen. Unser erster Halt ist der Yachthafen, direkt gefolgt von indianischen Totempfählen. 
Danach können wir uns auch an die vielen Caches, die hier im Park liegen ohne größre Probleme wagen.

Vancouver
Nach zwei Stunden ist alles gesehen und wir machen uns auf über die große Hängebrücke in den Norden Vancouvers. Das wurde mehr oder weniger eine Auf-Gut-Glück-Fahrt, zu der wir uns als bald im Skigebiet (natürlich im Winter) wieder finden. Wir fahren bis es nicht mehr geht, erledigen etliche Caches unterwegs und die Straße endet schlussendlich an einem ehemaligen Olympia Stützpunkt am Cypress Mountain, hier oben bei knapp 1.000 Höhenmetern sind mollige 3°C und knapp darüber liegt gar nicht noch Schnee. 
Cachen in Kanada
Bei diesen Wetterverhältnissen zu Cachen war letztendlich keine ganz so gute Idee, denn ich hab nicht nur meine Hosen eingesaut, sondern auch meine Schuhe komplett eingeweicht. Leider so sehr, dass ich darin kaum noch Laufen kann. Ersatz muss dringend her. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich beim Cachen meine Schuhe so durchweiche, dass ich mir Ersatzschuhe kaufen muss. Also auf zum Park Royal Shopping Center, ein riesiges nobles Einkaufscenter und ich - so dreckig wie ich bin - mitten drin. Ein paar neue Schuhe finde ich dank eines netten Verkäufers schnell. Tolle Salomon Wanderschuhe, damit bin ich für den Rest der Reise hoffentlich gut ausgerüstet. An neuen Jeans scheitere ich allerdings, zum einen weichen die Größenangaben teils extrem von dem ab, was in Dtl. benutzt oder in Dtl. als UK/US/CAN-Größe angegeben wird und auch die Verkäufer können mir kaum weiterhelfen. Dafür erlebe ich in vier verschiedenen Läden, dass die Umkleidekabinen alle abgeschlossen sind, und der Verkäufer diese aufschließen muss. Irgendwie eigenartig. Nach der ganzen Anprobiererei sind die Hosen inzwischen allein getrocknet - auch gut, dann eben ohne neue Hose.
Nun heißts nur noch Zurück zum Hotel oder besser Anstellen im Stau, wahnsinn, wie viel Verkehr sich über Vancouvers Straßen presst. Das Navi meinte 20 Minuten, gebraucht haben wir letztlich eine gute Stunde. Dann noch fix die Vorräte aufstocken und ab zum Italiener um die Ecke.

Dienstag, 14. Juni 2016

USA - Tag 2 - Abstecher nach Kanada

Meine Nacht lässt sich auch als Schlaflos in Seattle zusammenfassen, nebenan wurde in der Nacht das Hotel zusammengesägt. Nun geht es also schon wieder müde weiter, aber nicht mehr ganz so müde wie gestern Abend.
Heute fahren wir erstmal nach Kanada, bevor wir in zwei Tagen zurück nach Seattle kommen.

Die heutige Route:

Aber zunächst starten wir den Tag mit der Besorgung von Wasser und Batterien (welche im Laden weggeschlossen wurden!? Da kosten 24 Stück der guten Marke knappe $18, also keine Ahnung, warum man diese wegschließen sollte) und natürlich Frühstück. Das ist mehr als üppig und sogar überraschend mit Kartoffeln, dabei gelten doch grad die Deutschen, als die Kartoffelnation, aber zum Frühstück kämen die mir sonst nicht auf Tisch, egal. Lecker war es, das ist die Hauptsache.
Danach geht's auf den Weg nach Kanada, aber erstmal anstellen im Stau, juhu...oder auch nicht.
Kaum fahren wir weiter Richtung Norden zeigt Washington seine schönste Seite: Regen! Wenn man den Himmel so betrachtet, könnte man fast meinen, dass es sich die nächsten Tage fest einregnen wird, ein paar Kilometer weiter ist es allerdings schon nur noch bewölkt, und noch ein paar Kilometer und die Sonne zeigt ihr strahlendes Gesicht. Leider habe ich zu spät das Sonnenbrand-Potential entdeckt...also damit für den Rest des Tages Rothaut.
Wir erledigen noch zwei Caches in den USA im strömenden Regen, bevor wir endgültig aufgeben und direkt nach Kanada durchfahren. An der Grenze müssen wir ewig warten, aber ich sehe schon, in die andere Richtung ist es noch schlimmer! Na, das wird ein Spaß.
Der Grenzbeamte indes ist sehr streng und fragt in einem harschen Ton "Waren Sie schon mal in Kanada?", "Wollen Sie sich hier etwas ansehen?", "Wollen Sie hier Leute treffen?", "Wollen Sie sich etwas ansehen?"..neeeee, ich bin hier, um die Augen zu zumachen, besonders gut, wenn man bei dem straffen Verkehr mal die Augen relaxen möchte. 
Wir versuchen mehrmals direkt den Pazifik zu erreichen, aber jeder Versuch endet in einer unangekündigten Sackgasse. Wir schaffen es erst zur Küste, als wir bis zur Fähre hinaus fahren, die zu den umliegenden Insel fährt. 
Danach erledigen wir noch eine angenehme Cache-Runde durch eine ehemalige Siedlung und schauen uns noch ein wenige die Küste an der Fähre an, bevor wir uns endgültig in den Stau Richtung Vancouver anstellen.
In Vancouver laufen wir nur noch ein wenig um den Block und essen typisch kanadisch, sehr sehr leckere Poutine - das hat mich wirklich als neusten Fan gewonnen.




Montag, 13. Juni 2016

USA - Tag 0 und 1 - Anreise und andere Turbulenzen

Nach dem wir zu Haus abfahrend einen Zug eher genommen haben, weil Mrs. Ungeduld mir schon zwei Stunden vor Abfahrt den letzten Nerv raubte, ob ich denn auch alles erledigt hätte, und obwohl ich es mehrmals bejahte, wurde trotzdem nochmal nachgefragt, ob sich daran sicher nicht geändert haben könnte. Das Ganze brachte uns dennoch nicht weiter, ein Zug war liegen geblieben und wir standen eine Stunde auf dem Bahnhof rum und kamen letztlich nicht eher im Hotel an. Am äußersten Rand von Wiesbaden kann man leider nicht viel machen, also ließen wir den Abend gemütlich mit Bierchen und Cachen ausklingen.
Der nächste Morgen lief dann auch nicht so rund, denn unser bestelltes Taxi hat einfach jemand anders genommen und das Ersatztaxi kam ewig nicht, sodass wir mit einer knappen Stunde Verzögerung am Flughafen ankommen und gerade noch rechtzeitig einchecken können....am Automaten...mal wieder und wieder bin ich ein Mister. Ich frage bei der Gepäckaufgabe nach, was das soll: Der Drucker druckt angeblich nicht so weit...ja, dann bitte ganz weglassen.
Im Flieger finde ich mich zwischen zwei Amerikanern wieder, beide nicht sehr gesprächig, aber schon übertrieben höfflich, wenn sie dann mal reden. Und wer hätte es gedacht, der Flieger hat eine Stunde Verspätung, wie so alles bisher ne Stunde Verspätung hat. Wir stand nämlich im Stau :-D (zu viele Flüge Richtung Norden, da hatten sich einige Flieger angestaut).

Die heutige Route:

So kommen wir entsprechend verspätet in Seattle fast zeitgleich mit zwei anderen internationalen Flügen an. Chaos bei der Einreisekontrolle und der Gepäckannahme. Abgesehen davon, dass wir ewig warten mussten bis wir an der Reihe waren, ging das eigentliche Einreiseprozedere ziemlich flott. Am Automaten wurden Pass und Fingerabdrücke kontrolliert, man muss Zollformalitäten ausfüllen. Dann kommt man zu einem Grenzbeamten, der das gleiche noch mal macht, aber Zusatzfragen stellt "Was machen Sie hier?", "Wie lange sind Sie hier?" usw.  Nach 2 1/2h waren wir endlich draußen.
Mit dem Shuttle Bus noch zur Mietwagenstation und dann kann die Tour auch schon losgehen. Den Mietwagen durften wir uns gar raussuchen, eigentlich hätte ich gern einen der Jeeps genommen, da passte mein Koffer aber nicht rein, also fiel die Wahl notgedrungen auf einen Subaru Forester, mit extrem leicht reagierenden Gaspedal und sehr träger Bremse..herrje, von Tüv hat man hier wohl noch nix gehört!? Und der linke Seitenspiegel ist ein Vergrößerungsspiegel...warum macht man denn sowas? Im mittleren Rückspiegel ist der Abstand ganz normal, ebenso wie im rechten Seitenspiegel. Im linken Seitenspiegel hingegen wirkt es, als sei der Wagen hinter einem schon fast in unseren Kofferraum gefahren. Aber Hauptsache rechts steht "Achtung, Objekte können näher sein, als sie scheinen."
Ein Blödsinn.

Seattle Monorail
Nach Check-in ins Hotel wollen wir natürlich noch was ansehen, also beschließen wir kurzer Hand das Space Needle zu besuchen, Seattles Wahrzeichen. Dort hin fahrt die Monorail, eine 1,6km lange Einschienenbahn mit gerade mal zwei Haltestellen. Eine davon liegt unmittelbar in Hotelnähe, und ist damit perfekt für die müden Knochen. Für gerade mal $2,25 kann man die Bahn nutzen.

Am Space Needle selbst sind eine Menge Leute unterwegs, eine Fahrt nach oben ist daher erst in über einer Stunde möglich, dann also Zeit die ersten Caches in den USA zu suchen. Dabei entdecke ich, dass auf dem Space Needle selbst oben eine Regenbogenfahne auf Halbmast hängt. Noch vor Abflug hatte ich von dem schrecklichen Massaker in Orlando gelesen. Furchtbar! Warum tun Menschen so etwas? Die Solidarität hier im Land ist groß, das finde ich bemerkenswert.
Langsam macht sich aber auch Hunger breit, auf dem Platz finden sich einige Streetfood-Stände, wir entscheiden uns für Hot Dog, für mich einen Seattle Dog mit Kraut und Käse. Vom Hocker gerissen hat mich das nun nicht gerade, aber schlecht geschmeckt hat es auch nicht.

Gegen 19 Uhr können wir denn die Fahrt nach oben antreten, allerdings nicht ohne vorherige Sicherheitskontrolle. Ich bereue schon wieder mein Taschenmesser vom Koffer in die Hosentasche gepackt zu haben. Kontrolliert wird aber nur das Gepäck und offenbar nur auf Schusswaffen. Klar, wenn man seine Bevölkerung bewaffnet, hat man größere Sorgen, als sich um ein kleines Schweizer Armeemesser Gedanken machen zu müssen.
Seattles Skyline im Hintergrund: Mt. Rainier
Auf der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundblick über Seattle, am beeindruckendsten ist aber die Sicht auf den Mount Rainier, der im Hintergrund herausragt.
Noch ein Bierchen - naja bzw. was man denkt hier Bier zu nennen - für schlappe $7 genießen und dann geht's auch schon wieder runter und zurück Richtung Hotel. Wir sind zu erledigt, um noch etwas in Angriff nehmen zu wollen.




Sonntag, 5. Juni 2016

Llama - ein gutes Regelwerk macht das Leben leichter

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Gebietsschema-App "Llama", es gibt einfach zu viele Ereignisse, die das Llama auslösen kann, die man an noch mehr Bedingungen knöpfen kann.

Aber mal gaaaaanz langsam, was ist dieses "Llama" überhaupt?
"Llama" ist eine App, die verschiedene Ereigenisse auslösen kann, je nach dem in welchem Gebiet man sich befindet. Die Gebiete werden dabei hauptsächlich über die Verbindungszellen des Handynetzes ermittelt. Experimentell stehen aber auch noch andere Ortsbestimmungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sofern, aber die verschiedenen Gebiete nicht zu nah bei einander liegen, sind die Verbindungszellen aber am effektivsten.

Regelmäßig die Gebietserfassung ausführen
Wie oben schon erwähnt, sind die erfassten Verbindungszellen das A und O. Je genauer ein Gebiet erfasst ist, desto besser lassen sich die Gebiete von einander unterscheiden. Da ständig neue Zellen hinzukommen und alte verschwinden, lohnt es sich in regelmäßigen Abständen die Gebiete neu zu erfassen. Etwa aller 8 Wochen reicht aber mehr als aus.

Gebiete
Ich habe zwei Gebiete, in denen ich die meiste Zeit verbringe, erfasst:

  • Zuhause
  • Arbeit
Regelwerk
WLan auf Arbeit und Zuhause nutzen, ansonsten WLan deaktivieren:
Hier ist nur wichtig, dass beim Betreten der Gebiete "Arbeit" oder "Zuhause" das WLan aktiviert und beim Verlassen deaktiviert wird. Die Verbindung zum Netzwerk nimmt Android selbst vor, wenn man schon mal mit dem Netzwerk verbunden war.

Im Auto Bluetooth aktivieren
I.d.R. setze ich mich direkt ins Auto, wenn ich zu Hause oder auf Arbeit zur Tür rausgehe. Also möchte ich beim Verlassen von beiden Orten direkt Bluetooth aktivieren. Sollte ich mal nicht direkt das Auto nutzen, wird Bluetooth deaktiviert, wenn nach 10 Minuten keine Verbindung hergestellt wurde. Da das Auto aber jeweils im selben Gebiet steht, musste ich eine andere Lösung finden:

So wird jetzt, beim Trennen der Verbindung zum WLan-Netz auf Arbeit bzw. Zuhause (per Name festgelegt) Bluetooth für 10 Minuten aktiviert, sollte dann keine Verbindung zum Auto hergestellt wurden sein, wird Bluetooth wieder deaktiviert.
Entsprechend wird beim Verbinden zu einem von beiden Wlan-Netzen das Bluetooth wieder deaktiviert.
Einiziger Nachteil: Wenn man zwischenzeitlich Einkaufen geht, wird Bluetooth auch deaktiviert und muss manuell wieder aktiviert werden. Mir ist keine bessere Lösung eingefallen, wie man sonst Bluetooth immer nur dann aktiviert, wenn man sich ins Auto setzt.

Adguard aktivieren, wenn Bildschirm eingeschalten wird
Adguard ist ein Werbeblocker, der ohne Root funktioniert, leider gibt in Verwendung mit meinem Samsung Galaxy S5 das Problem, dass die App aller paar Stunden beendet wird, um dies zu umgeben wird die App per Llama nun immer gestartet, wenn der Bildschirm eingeschalten wird, bzw. beendet, wenn der Bildschirm ausgeschaltet wird. Damit lässt sich das Problem dauerhaft umgehen.
EINschalten von AdguardAndroid-Intent mit folgendem Inhalt:
Intent-Sende-Modus: Service starten
Paketname: com.adguard.android
Klassenname: com.adguard.android.ServiceManager
Ereignis: android.intent.action.SEND
Kategorie: None
Extra: ACTION:2 (int)
AUSschalten von AdguardAndroid-Intent mit folgendem Inhalt:
Intent-Sende-Modus: Service starten
Paketname: com.adguard.android
Klassenname: com.adguard.android.ServiceManager
Ereignis: android.intent.action.SEND
Kategorie: None
Extra: ACTION:4 (int)

Es können auch verschiedene Lautstärke-Profile pro Gebiet oder Uhrzeit eingestellt werden, dies nutze ich aber nicht, da ich das nicht benötige.